Schokoladenaktion Aachen - eine ökumenische Initiative
http://schokoladenaktion.kibac.de/index.html?view=detail&id=5ade6ba0-9d6c-42e7-91c1-2e35c2d8eba7
Schokoaktion Aachen
 
 
 
Postkarte
 
 
 

Willkommen bei www.schokoladenaktion-aachen.de

 
 
 
Schokoaktion
 
 
 

Fairer Handel stärkt die Kleinbauern in den Erzeugerländern, verbessert ihre Arbeits- und Lebensbedingungen, etwa wenn sie Kakao für unsere Schokolade ernten. Foto: gepa

Fairer Handel tut auch Schokolade gut: Diese Botschaft verkündet die „Schokoladenaktion“ des Bistums Aachen und der Evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich. Erfahren Sie mehr auf dieser Webseite. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden, stellen Ihnen Materialien, Initiativen und Stimmen zur Aktion vor.


 
 
Gruppe der Schokoladenfabriki in Samona-161x115

Gruppe der Schokoladenfabrik in Samona.

Vollbild Gruppe der Schokoladenfabriki in Samona-161x115Galerie Cristian neben der Kakaowalze-161x121 Fernschule Zancudo-161x106

 
 

 

Die große Reise - Kakaoaroma vom Napo an den Rhein

Elfter Beitrag von Friederike Peters im Rahmen der Rubrik "Kakao-Aroma Ecuador"

Noch wenige Tage dann landen wir in Frankfurt im Novembernebel. Alfredo, er wurde im Artikel Kakaoaroma 2 vorgestellt, hat mich schon gefragt, was wir gegen die Kälte tun. Jacken und Pullover werden uns auf dem Flughafen erwarten, zusammen mit meiner Schwester, die uns nach Aachen bringt.

Elsa Papa aus Samona, Alfredo Tangoy aus Zancudo und ich bilden das Ecuador-Team, das die Kakaobauern vom unteren Napo bei den Schlussveranstaltungen der Schokoladenaktion Aachen zu Wort kommen lassen will. Wir freuen uns riesig über das große Geschenk und danken bereits an dieser Stelle allen, die unsere Reise möglich machen.

Zusammen mit der Vorfreude wächst auch die Spannung vor allem bei Elsa und Alfredo. Was erwarten die Menschen in und um Aachen von uns? Können wir den Erwartungen entsprechen? Wie ist wohl dieser Teil der großen weiten Welt, finden wir uns zurecht? Was werden wir essen, wenn, nachdem was Friederike uns gesagt hat, es weder Kochbananen noch Maniok für die Chicha (das wichtigste Getränk) oder Reis zum Frühstück gibt?

Beide sind auch gespannt, ob es gelingt, für ihre Projekte Unterstützung zu finden.

Elsa ist aktiv an der Organisation der kleinen Fabrik für Schokoladenpaste in Samona beteiligt, über die im Artikel Kakaoaroma 8 berichtet wurde. Es fehlen einige Geräte, vor allem aber ein Absatzmarkt beim gerechten Handel, der ihnen ermöglichen würde, an die Bauern der Umgebung, die die Fabrik beliefern sollen, einen gerechteren Preis zu zahlen.

Zudem fehlt eine Menge Aufklärungs-, Ermutigungs- und Organisationsarbeit, damit diese Bauern auf den Anbau mit chemischen Mitteln verzichten und statt dessen den wesentlich schwereren und arbeitsintensiveren organischen Anbau in die Hand nehmen. Ohne gerechtere Preise wird das nicht möglich sein.

Alfredo ist seit einigen Monaten Leiter des Netzes für Gemeinschaftstourismus REST, in dem sich 13 Dorfgemeinschaften am unteren Napofluss zusammengeschlossen haben, um den Touristen ihre Kultur und Natur zugänglich zu machen. Im Artikel Kakaoaroma 10 haben wir davon berichtet.

Das REST-Netz braucht vor allem mehr Touristen, die sich die Mühe eines langen Weges machen, um etwas vom Schönsten, das Ecuador zu bieten hat, anzusehen. Aber es braucht auch noch finanzielle Unterstützung, um in einigen Gemeinden Unterkunft und Ausrüstung bereit zu stellen. Gleichzeitig muss auch hier eine engagierte Organisations- und Ermutigungsarbeit geleistet werden in einem Gebiet, das etwa 300 Flusskilometer umfaßt und regelmäßig besucht werden soll.

Große Herausforderungen sind das für Elsa, Alfredo und ihre Gruppen. In Aachen und Umgebung wollen sie davon erzählen. Sie empfinden ihre Reise in die andere Hälfte der Welt als große Chance, diesen Herausforderungen gerechter zu werden.

Sowohl Elsa als auch Alfredo bewirtschaften zudem mit ihren jeweiligen Familien einige Hektar Kakaobäume. Ihre Kinder Steven, Cynthia, Cristian und die anderen sind auf das Geld angewiesen, das mit dem Kakao verdient wird. Sie besuchen die Schule oder das Gymnasium. Auch Alfredos Frau Rebeca gehört zu den Fernschülerinnen von Zancudo.

Schokoladenproduktion und Tourismus am unteren Napo brauchen Fachleute. Rebeca, Steven, Cynthia und Cristian träumen davon, einmal dazu zu gehören.


Von Friederike Peters

Veröffentlicht am 15.03.2011

Weiterführende Links

 
Test