Schokoladenaktion Aachen - eine ökumenische Initiative
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Fairer Handel stärkt die Kleinbauern in den Erzeugerländern, verbessert ihre Arbeits- und Lebensbedingungen, etwa wenn sie Kakao für unsere Schokolade ernten. Foto: gepa

Fairer Handel tut auch Schokolade gut: Diese Botschaft verkündet die „Schokoladenaktion“ des Bistums Aachen und der Evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich. Erfahren Sie mehr auf dieser Webseite. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden, stellen Ihnen Materialien, Initiativen und Stimmen zur Aktion vor.


 
 
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Friedel Hütz-Adams ist ein allseits anerkannter Experte in der komplizierten Materie des Kakaomarktes. Seine Studie zu den "dunklen Seiten der Schokolade" bildete 2009 den Ausgangspunkt der Schokoladenaktion von Bistum Aachen und Evangelischen Kirchenkreisen Aachen und Jülich. Foto: Thomas Hohenschue

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Bei freiwilligen Prozessen stellt sich der Fortschritt nur zäh und unzureichend ein

Neue Studie des Südwind-Instituts erschienen zum Thema "Menschenrechte im Anbau von Kakao"

Zahlreiche Initiativen im Kakaosektor sind für den Schutz von Menschenrechten nur eingeschränkt wirksam. Zu diesem Schluss kommt eine am 14. Dezember 2010 erschienene Studie von Friedel Hütz-Adams mit dem Titel: „Menschenrechte im Anbau von Kakao. Eine Bestandsaufnahme der Initiativen der Kakao- und Schokoladenindustrie.“ So konnten im Kakaosektor weder verbindliche Regelwerke, noch zahlreiche freiwillige Vereinbarungen zu einer grundlegenden Verbesserung der Lage der Menschen beitragen.

Weltweit bauen rund 5,5 Mio. Kleinbauern Kakao an. Niedrige und in Folge von Preisschwankungen unsichere Einkommen, schlechte Arbeitsbedingungen sowie Kinderarbeit sind in diesem Sektor weit verbreitet. 

Zwar haben Verbände der Schokoladen‐ und Kakaohersteller im Jahr 2001 das „Harkin‐Engel‐Protokoll“ unterzeichnet. In dieser freiwilligen Vereinbarung sicherten sie zu, bis zum Jahr 2004 die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu beenden. Die Umsetzungsfristen des Protokolls wurden jedoch mehrfach verlängert und es zeichnet sich bis heute nicht ab, wann es vollständig umgesetzt sein wird.

Auch wenn mehrere Unternehmen des Kakaosektors Versuche unternommen haben, die eigene Lieferkette zu kontrollieren und gegen die Missstände in den Anbauländern vorzugehen, erfassen diese Projekte nach Angaben von Friedel Hütz-Adams erst einen kleinen Teil des Marktes.

Hütz-Adams fasst die Ergebnisse der Studie folgendermaßen zusammen: „Die Entwicklung in der Kakao‐ und Schokoladenbranche zeigt deutlich die Grenzen freiwilliger Prozesse auf. Fortschritte werden nur sehr langsam und in geringem Umfang erzielt.“

Um den von John Ruggie, Sonderbeauftragter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, formulierten Anforderungen an transnationale Konzerne gerecht werden zu können, ist ein international verbindlicher Rechtsrahmen nötig, der die Einhaltung der Menschenrechte in den Lieferketten von Konzernen durchsetzt, so Hütz-Adams.

Die Studie entstand im Rahmen des Leuchtturmvorhabens „Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und Nachhaltige Entwicklung“, einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Forschungsprojekt des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF).

Die Studie steht auf der SÜDWIND-Website als Download zur Verfügung.
Link: http://www.suedwind-institut.de/downloads/2010-12-14_FHA_Studie_Menschenrechte-im-Anbau-von-Kakao.pdf  


Von SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene

Veröffentlicht am 12.03.2011

 
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